„Meerlin“: Neuer KI-Chatbot verbessert den Bürgerservice der Stadtverwaltung

Die Meerbuscher Stadtverwaltung hat ihr digitales Serviceangebot erweitert: Seit Mitte Juli steht Bürgerinnen und Bürgern der KI-gestützte Chatbot „Meerlin“ auf der städtischen Website zur Verfügung. Der digitale Assistent beantwortet Anfragen zu Verwaltungsleistungen, aktuellen Veranstaltungen und allen Bereichen des Lebens in Meerbusch - und das rund um die Uhr, mehrsprachig und ohne kompliziertes Behördendeutsch. „Meerlin“ ist ab sofort unter www.meerbusch.de erreichbar, ein Klick auf den runden Button am unteren Bildschirmrand öffnet das Chatfenster. „Ich freue mich, dass wir mit dem Chatbot „Meerlin“ einen weiteren Schritt in Sachen Digitalisierung voran treiben konnten und lade alle Meerbuscherinnen und Meerbuscher ein, den neuen Service zu testen und durch ihr Feedback zur Weiterentwicklung beizutragen“, sagt Bürgermeister Christian Bommers.
Der Chatbot basiert auf einer speziell für kommunale Anforderungen entwickelten KI-Anwendung. Das System verarbeitet Fragen in natürlicher Sprache und generiert präzise Antworten auf Basis der städtischen Wissensbasis, etwa der Website, des Serviceportals, des Veranstaltungskalenders und weiterer Informationsquellen. Formulare und Online-Services werden verlinkt, so dass sie direkt aus dem Chat angeklickt werden können. Für die Nutzung des Chatbots ist keine Installation oder Anmeldung notwendig, alle Angaben erfolgen anonym.
Entwickelt wurde die Technologie von neuraflow, einem mehrfach ausgezeichneten GovTech-Startup mit Standorten in Bremerhaven und Berlin. Das junge Unternehmen arbeitet bereits mit über 200 Kommunen und Behörden zusammen und ist spezialisiert auf KI-Lösungen für die öffentliche Verwaltung. “Unser KI-Assistent verbindet die erstaunliche Sprachkompetenz heutiger Chatbots mit den bereits vorhandenen vielfältigen Informationen der Stadt Meerbusch. Das Tool hat die Fähigkeit, den Kontext von Anfragen richtig zu interpretieren, die passenden Informationen in der Wissensbasis zu finden und daraus hilfreiche Antworten zu generieren. Damit werden auch komplexe Verwaltungsinformationen für alle Bürgerinnen und Bürger leicht zugänglich, und das sogar unabhängig von der Sprache, den Vorkenntnissen oder körperlichen Einschränkungen”, erklärt Pascal Nobereit, einer der Gründer von neuraflow und ergänzt: “Anders als frühere Chatbots reagiert er nicht nur auf Stichworte oder antwortet mit Standardaussagen, sondern kann komplexe Anliegen verarbeiten und sehr konkret und nutzerorientiert Auskunft geben. Und der Chatbot kann noch mehr, zum Beispiel schreibt er auch gleich den passenden Entwurf für eine E-Mail an die Behörden.”
Besonders hervorzuheben ist der Beitrag des neuen Tools zur Nutzerfreundlichkeit und Barrierefreiheit der digitalen Angebote der Stadt Meerbusch. Der Chatbot antwortet automatisch in der Sprache, in der er angeschrieben wird. Neben der mehrsprachigen Kommunikation kann der digitale Assistent auch in einfacher Sprache antworten. Und auch Menschen ohne Erfahrung mit digitalen Verwaltungsleistungen oder mit Schwierigkeiten, sich in komplexen Onlineangeboten zurecht zu finden, gelangen schnell zu den gesuchten Antworten.
Eine Audio-Funktion zur Sprach-Ein- und Ausgabe vereinfacht die Bedienung. Wer ungerne Texte tippt oder dabei Schwierigkeiten hat, kann seine Frage nach einem Klick auf das Mikrofon-Symbol einfach einsprechen. Ebenso können die Antworten des Assistenten abgehört werden. Das macht die digitalen Services für alle Bürgerinnen und Bürger noch besser zugänglich, unabhängig von sprachlichen oder körperlichen Einschränkungen.
Das System hinter dem Chatbot ist DSGVO-konform. Die Infrastruktur liegt in zertifizierten Rechenzentren in Deutschland. Die eingegebenen Daten werden nicht zum Training von großen KI-Modellen verwendet, sondern nur auf Ebene der jeweiligen Kommune genutzt, um die Qualität der generierten Antworten kontinuierlich zu verbessern.