„Mirror thirty-one“: Ausstellung der Düsseldorferin Künstlerin Inessa Emmer im Alten Küsterhaus

Vom 10. September bis zum 8. November findet im Rahmen der Reihe „Meerbusch Kunst“ die Ausstellung „Mirror thirty-one“ der Düsseldorfer Künstlerin Inessa Emmer im Alten Küsterhaus in Büderich statt. Die Eröffnung wird am Donnerstag, 10. September, 18:30 Uhr gefeiert. Am 5. November - ebenfalls um 18:30 Uhr - gibt es ein Künstlerinnengespräch – eine besondere Gelegenheit, mehr über den Schaffensprozess und die Hintergründe der Werke zu erfahren. Geöffnet hat die Ausstellung vom 11. September bis 11. Oktober jeweils donnerstags bis sonntags von 16 bis 19 Uhr sowie vom 15. Oktober bis 8. November nach Vereinbarung. Der Eintritt ist frei.
Die Werke der Düsseldorferin Inessa Emmer sind eine faszinierende Verbindung von Tradition und Innovation. Die Ausstellung „Mirror thirty-one“ zeigt einen eindrucksvollen Querschnitt durch das Werk der Künstlerin über die letzten Jahre, die den klassischen Holzschnitt auf überraschende Weise neu interpretieren. Inessa Emmer, geboren 1986 in Kasachstan, lebt und arbeitet in Düsseldorf. Als Meisterschülerin an der Kunstakademie Düsseldorf hat sie sich mit ihrer besonderen Anwendung der Holzschnitt-Technik einen Namen gemacht. Ihre Werke sind in renommierten Sammlungen vertreten und wurden bereits in Deutschland und Italien ausgestellt.
Was Emmers Arbeiten besonders macht, ist die Art, wie sie mit dem traditionellen Holzschnitt umgeht: Statt kleine, detailreiche Drucke auf Papier zu fertigen, schafft sie großformatige Unikate auf Leinwand. Dabei setzt sie mehrere Druckstöcke ein und kombiniert zahlreiche Druckvorgänge. Unterschiedliche Motive treffen aufeinander, Farbschichten überlagern sich. Das Ergebnis: Bilder von leuchtender Farbigkeit mit fast malerischem Ausdruck. Manche Schichten ziehen tief in das Material ein, andere bleiben auf der Oberfläche – eine Technik, die Erfahrung, Präzision und Experimentierfreude erfordert.
Thematisch bewegt sich Emmer zwischen Mythologie und Natur. Ihre Bildwelt ist bevölkert von Mischwesen – Figuren, die Elemente des Menschen, der Pflanzenwelt oder von Früchten in sich vereinen. Florale Formen, üppige Bäume und geometrische Muster sind wiederkehrende Motive. Ihre Inspiration schöpft sie aus vielfältigen Quellen: Fotografien, Film, Internet, japanischen Farbholzschnitten oder Stoffmustern. Doch Emmers Kunst ist nicht nur zweidimensional. Ihre Bildsprache setzt sich auch in dreidimensionalen Plastiken aus Keramik oder Bronze fort. Diese Skulpturen greifen die organischen Formen ihrer Holzschnitte auf und verleihen ihrer künstlerischen Welt eine greifbare Präsenz.